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MRT

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Was ist MRT?

Die MRT (Magnetresonanztomographie oder auch Kernspintomographie) ist ein bildgebendes Verfahren, das sehr wertvolle Informationen über allerlei Strukturen im Körper gibt, die mit anderen bildgebenden Techniken (Röntgen, Ultraschall) nicht sichtbar gemacht werden können. Mit der MRT kann man Schnittbilder des Körpers erzeugen, die eine dreidimensionale Beurteilung der Organe und vieler krankhafter Organveränderungen erlauben. Hier sind u. a. sehr detaillierte Bilder vom Gehirn und Rückenmark, Knorpel, Knochen, diverse Bauchorgane, Bänder und Sehnen sowie Gelenken zu nennen. Außerdem kann mit Hilfe der MRT der Unterschied zwischen normalen und kranken Gewebe dargestellt werden. Das alles ohne schädliche Strahlung, wie z.B. beim Röntgen oder CT!

Sicherheit

Die MRT ist für Mensch und Tier vollkommen ungefährlich und trotzdem sollte man einige Dinge berücksichtigen. Der MRT – Scanner besteht aus einem sehr starken Magneten. Dies bedeutet, dass man sich nicht mit metallischen Gegenständen in der Nähe der Apparatur aufhalten darf. Während der Untersuchung sollte der Tierbesitzer sich außerhalb des Untersuchungsraums aufhalten, selbstverständlich können Sie sich in dieser Zeit einen Kaffee gönnen.

Warum MRT

Jeder Tierbesitzer, der seinen Tierarzt konsultiert, ist grundsätzlich an drei Dingen interessiert.

  • Was hat mein Tier (Diagnose)
  • Wie sind die Heilungschancen (Prognose)
  • Was kann man dagegen tun (Therapie)

Verständlicherweise kann man Frage zwei und drei ohne eine Diagnose nicht beantworten. Mit den gebräuchlichen bildgebenden Verfahren wie Röntgen oder Ultraschall, sind die Ergebnisse häufig nicht zufriedenstellend oder ungenau. Läsionen von Gelenkbändern, Sehnen, aber auch Verletzungen vom Gehirn und Rückenmark sind nicht sichtbar. Hier bietet die MRT in den meisten Fällen eine Diagnose. Ebenso wie in der Humanmedizin, kann man auch bei Tieren nur mittels der MRT eine richtige Diagnose stellen, was die grundlegende Voraussetzung für eine gute Therapie und Prognose ist.

Die Indikationen für MRT und CT können Sie als PDF downloaden.

Die Narkose

Tiere, die zur MRT oder CT vorgestellt werden, müssen in Narkose gelegt werden. Während der Untersuchung darf sich das Tier nämlich absolut nicht bewegen. Die Vorbereitungen zur Narkose beginnen bei Ihnen zu hause. Einen Tag vor der Narkose, darf das Tier ab 18.00 Uhr nichts mehr fressen (saufen ist erlaubt). Am folgenden Tag kommen Sie zum vereinbarten Termin in die Klinik, Hunde sollten sich zuvor noch einmal lösen! Wenn Sie durch Ihren Haustierarzt überwiesen werden, sollten Sie die Vorgeschichte, evt. Blutbilder oder Röntgenfotos mitbringen.  Ebenso wie in der Humanmedizin, sind die Anästhetika in der Tiermedizin sehr sicher, das Risiko bei gesunden Tieren ist minimal. Auf Ihnen bekannte Gesundheitsprobleme sollten Sie uns aufmerksam machen. Während der Narkose wird das Tier kontinuierlich überwacht. Am Ende der Untersuchung bekommt das Tier eine „Aufwachspritze“ und kann in der Regel sofort wieder nach hause

Nach der Untersuchung

Wenn die Untersuchung Ihres Tieres abgeschlossen ist, werden die Bilder beurteilt. Häufig kann direkt nach der Untersuchung eine Diagnose gestellt werden. In Zweifelsfällen können die Aufnahmen Experten auf dem Gebiet der medizinischen Bildgebung zur Beurteilung vorgestellt werden (Dr. Gielen und Prof. H. van Bree von der Rijksuniversiteit Gent).

Bei einer Überweisung Ihres Haustierarztes erhalten Sie ein Rücküberweisung und Ihr Tierarzt wird schnellstmöglich über die Ergebnisse informiert, so dass ein gemeinsam erstellter Therapieplan umgesetzt werden kann.

Relevante Bilder werden von uns auf eine Art Röntgenfoto gedruckt (siehe hiernach). Diese Bilder und eine CD vom gesamten MRT-Verlauf bekommen Sie ausgehändigt. Selbstverständlich werden alle Ergebnisse bei uns archiviert.

Syringomyelia

Chiari-like malformati-syringomyelia ist ein bei vielen kleinen Hunderassen auftretendes Krankheitsbild. Die bekannteste Rasse ist der Cavalier King Charles Spaniel, weil viele Cavalier-Züchter ihre Zuchttiere untersuchen lassen. Es steht außer Frage, dass diese Beschwerde bei einer großen Anzahl Rassen vorkommt, möglicherweise sogar mit einer höheren Rate als beim Cavalier. Hierbei ist an Rassen wie Chihuahua, Petit Griffon, Mops und King Charles Spaniel zu denken.

Dieses Krankheitsbild ist nur mit der MRT zu diagnostizieren. Derzeit läuft ein intensives Screening-Programm bezüglich der Verbreitung von CM/SM (vorläufig nur beim Cavalier).

Durch das konsequente Screenen auf diese Abweichung, sieht man bei den Cavaliers mitStammbaum eine deutliche Abnahme der Krankheitsfälle. Leider sehen wir diesen Erfolg nicht bei Tieren ohne Stammbaum.

Für das CM/SM – Screening haben wir die Preise stark reduziert. Seit Januar 2012 werden die Bilder nicht mehr von Dr. Clare Rusbridge, sondern von Dr. P.J.J. Mandigers (Veterinärneurologe der Universität Utrecht) beurteilt.

Die Kriterien zur Zuchtselektion können Sie als PDF downloaden.

Telefonisch immer erreichbar unter +31 499 374 205